Homepage als virtuelle Festpublikation zu Ehren des 90. Geburtstages von


Dr. Helmut Apffel


von der Bibliotheca Bipontina

 

 

  Vita

  

Gedanken und Sentenzen

  

 Kleine Auswahl aus den  Veröffentlichungen

17. 4.
1911

Geburt in Düsseldorf
Schulzeit in Ludwigshafen
Studium der Philologie, Geschichtswissenschaften und Archäologie in Hamburg und Erlangen

1935 Eintritt in den bayerischen Schuldienst Unterrichtstätigkeit am Wilhelms-Gymnasium in München, in Weiden/Oberpfalz, Grünstadt  und Ludwigshafen

1939-
1945
Luftwaffen-Offizier

1948 Wiederaufnahme der Lehrtätigkeit an den Gymnasien in Pirmasens und Landau

1. 4.
1954
Helmut Apffel wird als Rektor mit der Leitung des Herzog-Wolfgang-Gymnasiums und der Bibliotheca Bipontina in Zweibrücken betraut

1957 Neben Lehr- und Verwaltungstätigkeit
am Gymnasium Veröffentlichung der bis heute immer wieder zitierten Arbeit über die Verfassungsdebatte bei Herodot

1959 Promotion zum Dr.phil.durch die Universität Erlangen
(Dr. Apffel ließ sich nicht einen einzigen Tag für seine wissenschaftliche Tätigkeit vom Schuldienst freistellen !)

  Wiederaufbau des Herzog-Wolfgang-Gymnasiums; Konzeption eines Neubaus am historischen Standort und Einweihung des "neuen" Herzog- Wolfgang-Gymnasiums

17. 4.
1959
400-jähriges Jubliäum des Gymnasium Bipontinum, des Herzog- Wolfgang- Gymnasiums Zweibrücken

1959-
1975

Vorstandsmitglied des historischen Vereins;.
maßgeblicher Anteil am Wiederaufbau des Zweibrücker Schlosses; erster Schüleraustausch zwischen Zweibrücken und der französischen Partnerstadt Boulogne sur Mer

31. 7.
1975
Abschied aus dem aktiven Schuldienst nach über 40-jähriger Tätigkeit und Verleihung der Stadtplakette in Würdigung seiner Verdienste um die kulturellen Belange der Stadt Zweibrücken.
Die Schülerzahl des Herzog-Wolfgang-Gymansiums ist bis auf 470 Schüler angewachsen.
Die Schule zählt zu den renommiertesten Bildungsanstalten der Bundesrepublik Deutschland mit großer Bedeutung auch für die europäische Bildungspolitik.
Die Bibliotheca Bipontina ist als anerkannte wissenschaftliche Bibliothek des Landes Rheinland/Pfalz dem öffentlichen Leihverkehr angeschlossen.
Umfangreiche wissenschaftliche Tätigkeit, Veröffentlichungen und Vorträge zu verschiedenen Themen

10.12.
1999
Dr. Helmut Apffel wird als Mitbegründer der "Westricher Geschichtstreffen" und langjähriger Bibliothekar des historischen Vereins zu dessen Ehrenmitglied ernannt.

  

 Dr. Helmut Apffel

Dr. Helmut W. Apffel
Zeichnung von B. Eicher aus:
Apffel, Helmut W.: Spätlese, Zweibrücken 1993

 "So werkelt der Schulleiter jahraus, jahrein unermüdlich sozusagen als Mädchen für alles, ist Prellbock, Schiedsrichter und Beichtvater zugleich, dient als Schuljurist Kollegen, Eltern und Schülern mit seinem Rat, soll Organisator, Verwaltungsbeamter und Repräsentant seiner Dienststelle nach außen und nach oben sein und muß letztlich als Hauptverantwortlicher für alles seinen Kopf hinhalten."
 (Dr. Apffel anläßlich seiner Verabschiedung in den Ruhestand am 2.8.1975)

Dient man wirklich dem Geiste wahrer Bildung, wenn man -gelehriger Schüler eines in der Volkswirtschaft berechtigten Produktionsdenkens- mehr nach Quantität als nach Qualität strebt? Schließlich liegt es in der Natur der Sache - um eine Parallele zu ziehen -, daß ein Turn- oder Sportclub in der Öffentlichkeit mehr Anziehungskraft entwickelt als ein historischer Verein, ohne daß damit ein Werturteil verbunden sein müßte; ferner, daß wohl die meisten jungen Leute lieber ein Tanzlokal aufsuchen als ein Kammerkonzert. Kurz: Je höher die Anforderungen, je vielseitiger die Voraussetzungen, je distinguierter und mühevoller die Erlernung einer Kunst oder Fertigkeit, desto kleiner das Häuflein der Jünger und Adepten.
(Aus "Strukturwandel bei Höheren Schulen?" Erschienen im Pfälzischen Merkur, 6.2.65)

"Nicht äußere Formen, Strukturen und Organisationen sind entscheidend für unser Bildungswesen, mögen sie auch von ihren Anhängern noch so lautstark und sendungsbewußt propagiert werden, sondern der Geist, der Lehrende und Lernende beseelt und ihr Verhältnis zueinander kennzeichnet. Hier müßte der Hebel angesetzt, die Fragestellung modifiziert werden, ähnlich wie Platon die Frage nach dem besten Staat umgeformt hat in die Aufgabe der Erziehung zum besten Staatsbürger. In der kommenden Generation wird die sittliche und die materielle Leistung unserer Industriegesellschaft nicht primär davon abhängen, ob wir ein gegliedertes, kooperatives oder integriertes Schulsystem haben, sondern im wesentlichen davon, ob wissenschaftlich und pädagogisch leistungsfähige und arbeitsfreudige Lehrer in genügender Zahl möglichst viele begabte und arbeitswillige Schüler unter Bedingungen unterrichten, die ein Höchstmaß von Wissen und Können gewährleisten. Mens agitat molem!"
(Aus: "Das Gymnasium 1945 bis 1975", in Festschrift Herzog-Wolfgang-Gymnasium 1595 -1984, Zweibrücken 1984)

"Wer wie ich ein hohes Alter erreicht hat, kann in der Regel auf ein bewegtes Leben zurückblicken und hat gar viele Menschen kennen gelernt."
(Aus: " Männer von Format", Zweibrücken 1992)

  

Denkmäler einer unvergänglichen Kultur
1953

Das Bildungsproblem unserer Zeit
1955

Die Verfassungsdebatte bei Herodot
1958

Soll man zu allem schweigen?
1959

Strukturwandel bei höheren Schulen?
1965

"...freiwillig verwandelt der Widder sein Vlies auf der Wiese." -Ist färben ein Schwindel?
1966

Zur Bildungssituation unserer Zeit
1970

Das Gymnasium Bipotinum- eine Heimstätte der Geisteswissenschaft
1973

Erinnerung an Herzog Christian IV.
1975

Vom Wert der Gazette des Deux-Ponts als Geschichtsquelle
1977

Von Sprachlenkung und Manipulation
1981

Über die pfälzische Mundart
1983

Erinnerungen und Gedanken eines Pfälzers zum deutsch-französischen Verhältnis
1985

Haben wir noch Sprachkultur?
1987

Männer von Format
1991

Geschichte ohne Grenzen
1992

Spätlese
1993

 

Sämtliche hier aufgeführten Schriften sowie weitere Veröffentlichungen von Dr. Apffel sind im Bestand der Bibliotheca Bipontina und können dort ausgeliehen werden

Bibliotheca Bipontina wissenschaftliche Bibliothek in
 66482 Zweibrücken Bleicherstr. 3 Tel. 06332 16403

 

Grußworte zum 90. Geburtstag von Dr. Helmut W. Apffel

Weitere Grußadressen an den Jubilar nimmt die Bibliotheca Bipontina gerne per E-mail entgegen
und wird diese hier veröffentlichen

 E-Mail Bibliotheca Bipontina

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